Wie der SUSV zur Legalisierung der Unterwasserparks in der Rorschacher Bucht beiträgt
Die Tauchplätze in der Rorschacher Bucht gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Unterwasser-Spots am Bodensee. Attraktionen wie der berühmte «Bobele» – eine lebensgrosse Haifischattrappe – oder verschiedene Wracks und Unterwasserobjekte ziehen seit Jahren Taucherinnen und Taucher aus der ganzen Schweiz an.
Über die Jahre entstanden an den Tauchplätzen «Bootsrampe Rorschach», «Würth Rorschach» und «Rietli Goldach» regelrechte Unterwasserparks mit Figuren, Wracks und weiteren versenkten Objekten. Viele dieser Gegenstände dienen nicht nur als Attraktionen, sondern auch als wichtige Orientierungshilfen unter Wasser – besonders bei schlechter Sicht.
Gleichzeitig brachte die Situation Herausforderungen mit sich. Nachdem ein Berufsfischer mit seinem Fanggerät an Unterwasserobjekten hängen blieb, wurden gemeinsam mit kantonalen Fachstellen und dem Schweizer Unterwasser-Sport-Verband (SUSV) Lösungen erarbeitet, um die über Jahre entstandenen Tauchgebiete offiziell zu regeln und zu legalisieren.
Der SUSV Region Ostschweiz reichte dazu ein Gesuch für eine wasserbauliche Sondernutzungsbewilligung ein. Ziel ist es, die bestehenden Unterwasserparks zu erhalten, gleichzeitig aber klare Regeln für Sicherheit, Fischerei und Umwelt festzulegen. Neue Gegenstände dürfen künftig nicht mehr unkontrolliert versenkt werden. Bestehende Objekte werden inventarisiert, kontrolliert und problematische Gegenstände entfernt.
Besonders wichtig ist dabei die Zusammenarbeit zwischen Tauchclubs, Behörden und Seepolizei. Gemeinsam wurden Unterwasserobjekte kartografiert und dokumentiert, um eine sichere und nachhaltige Nutzung der Tauchplätze sicherzustellen.
Die Geschichte zeigt exemplarisch, wie sich der SUSV für die Interessen der Taucherinnen und Taucher engagiert und gleichzeitig Verantwortung für Sicherheit, Natur und die nachhaltige Nutzung der Schweizer Gewässer übernimmt.
