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Es lebe der Sport – auch unter Wasser
Es lebe der Sport – auch unter Wasser

Es lebe der Sport
– auch unter Wasser

01.08.2017

Es lebe der Sport – doch wann ist Vorsicht geboten?

Dass Sport gesund ist, wissen wir – spätestens seit dem Lied von Rainhard Fendrich. Auch viele Taucher:innen trainieren fleissig neben dem Tauchen: Joggen, Fitness, Ausdauersport. Doch wie beeinflusst körperliche Aktivität unsere Sicherheit unter Wasser?

Sporttauchen ist – trotz des Namens – keine Sportart im klassischen Sinn. Das eigentliche Tauchen belastet unseren Körper meist wenig. Doch was, wenn wir kurz vor oder nach einem Tauchgang trainieren? Hier beginnt es spannend (und medizinisch kompliziert) zu werden.

Verschiedene Studien – etwa mit kroatischen oder amerikanischen Militärtauchern – zeigen teils widersprüchliche Ergebnisse: Einerseits scheint Bewegung vor dem Tauchgang positive Effekte auf die Blasenbildung im Körper zu haben. Andererseits kann intensiver Sport nach einem Tauchgang die Blasenbildung fördern und damit das Risiko einer Dekompressionskrankheit erhöhen.

Die Zusammenfassung: Wir wissen es (noch) nicht mit Sicherheit. Und was für militärisch durchtrainierte Probanden gilt, lässt sich nicht eins zu eins auf alle übertragen.

Dr. med. Beat Staub, Spezialist für Tauchmedizin, zieht daraus eine einfache persönliche Konsequenz: Nach dem Tauchgang keine Fitness, nur lockeres Dehnen. Flaschen und Equipment schleppt man besser erst nach einer kleinen Pause. Bis es klare Empfehlungen gibt, gilt: lieber auf den Körper hören – und vorsichtig bleiben.

Dr. med. Beat Staub, Facharzt Tauchmedizin Dr. med. Beat Staub
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