Am 15. und 16. August traf sich die Unterwasserrugby-Gemeinschaft im Gartenbad Eglisee in Basel zu einem rundum gelungenen Sommerturnier. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 35 Grad bot das Freibad die perfekte Kulisse für ein sportliches und gleichzeitig familiäres Wochenende.
Bereits am Freitagabend reisten viele Teams an. Die Zelte für das gemeinsame Campingwochenende konnten aufgebaut werden, und bei einer stimmungsvollen Trainingseinheit unter dem Abendhimmel wurden die ersten Pässe gespielt.
Insgesamt nahmen zehn Mannschaften aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg teil. Besonders schön war die familiäre Atmosphäre: Viele Spielerinnen und Spieler reisten mit ihren Familien an, sodass rund um das Becken nicht nur Flossen und Schnorchel, sondern auch Kinderwagen, Sandspielzeug und Eisbecher zum gewohnten Bild gehörten. Während im Wasser um jeden Ball gekämpft wurde, zeigten die jüngsten Gäste am Beckenrand eindrucksvoll, dass das Verteidigen von Schwimmnudeln mindestens genauso ernst genommen werden kann.
Ein besonderes Highlight des Turniers war die Mannschaft des TSV Malsch. Die Badener waren mit mehreren Nachwuchsspielern im Alter ab zehn Jahren angereist, die nicht nur als Zuschauer dabei waren, sondern aktiv am Turniergeschehen teilnahmen. Mit grosser Begeisterung, bemerkenswertem Mut und jeder Menge Spielfreude zeigten die jungen Talente, dass die Zukunft des Unterwasserrugbys bereits heute kräftig mitmischt. Für viele Zuschauer waren die Einsätze der Nachwuchsspieler einer der schönsten Momente des Wochenendes und ein starkes Zeichen für erfolgreiche Nachwuchsarbeit.
Sportlich wurde an beiden Tagen hochklassiges Unterwasserrugby geboten. Die beiden Schweizer Teams, USZ Zürich und UW-Rugby Bâle, das von Spielerinnen und Spielern aus Luzern unterstützt wurde, präsentierten sich in starker Form und kämpften in jedem Spiel um jeden Ball und jedes Tor. Besonders die Zürcher zeigten eindrucksvoll, dass sie auch gegen international starke Konkurrenz bestehen können. Im Halbfinale traf der USZ Zürich auf den späteren Turniersieger TC Freiburg. Trotz einer engagierten Leistung mussten sich die Zürcher mit 0:2 geschlagen geben. Im Spiel gegen den TSV Malsch gelang dafür ein hart erkämpfter 1:0-Erfolg. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Mannschaft aus Malsch mehrere deutsche Nationalspieler in ihren Reihen hatte, darunter aktuelle Vizeeuropameister. Die Begegnung zeigte eindrucksvoll, dass konsequente Verteidigungsarbeit und Teamgeist unter Wasser oft wichtiger sind als grosse Namen auf dem Spielbericht. Oder wie man im Unterwasserrugby sagt: Unter zwei Metern Wassertiefe sehen Medaillen sowieso alle gleich aus.
Ein weiteres Highlight waren die beiden Frauenspiele am Samstag. Dabei wurden Spielerinnen aller teilnehmenden Vereine zu gemischten Teams zusammengestellt. Diese Begegnungen sorgten nicht nur für spannende Spiele, sondern auch für viele neue Kontakte und einen vereinsübergreifenden Austausch, der den besonderen Geist unseres Sports widerspiegelt.
Am Samstagabend stand dann das gesellige Miteinander im Mittelpunkt. Beim reichhaltigen Grillabend kamen Unterwasserrugby-Begeisterte aus ganz Mitteleuropa zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, alte Freundschaften zu pflegen und neue zu knüpfen. Bei den tropischen Temperaturen war die grösste taktische Herausforderung zeitweise die Frage, ob man sich zur Abkühlung ins Wasser oder doch lieber zuerst zum Salatbuffet bewegen sollte.
Auch im Wettkampfbecken wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Trotz der Hitze zeigten alle Teams grossen Einsatz. Dabei bestätigte sich einmal mehr eine altbekannte Weisheit des Unterwasserrugbys: Oben schwitzen die Zuschauer, unten schwitzen die Spieler, und niemand weiss genau, wie das unter Wasser eigentlich funktioniert.
Am Ende setzte sich der TC Freiburg vor dem TC Manta Saarbrücken und dem USZ Zürich durch.
Rangliste
- TC Freiburg
- TC Manta Saarbrücken
- USZ Zürich
- TSV Malsch
- UWR Bodensee
- TC Stuttgart
- Göttingen
- Sealions & Bumpheads
- UW-Rugby Bâle
- UWR Luxembourg
Ein herzlicher Dank gilt den Organisatoren von UW-Rugby Bâle, allen Helferinnen und Helfern, den Schiedsrichtern sowie den teilnehmenden Teams für ein hervorragend organisiertes Turnierwochenende. Basel zeigte sich von seiner sonnigsten Seite und bewies einmal mehr, dass Unterwasserrugby nicht nur ein faszinierender Wettkampfsport, sondern auch eine grosse internationale Familie ist. Als besondere Erinnerung erhielt jedes Team bei der Siegerehrung ein grosses Paket Basler Läckerli. Damit ging nicht nur ein sportlich erfolgreiches, sondern auch ein kulinarisch gelungenes Wochenende zu Ende. Oder um es in Unterwasserrugby-Sprache zu sagen: Wer schon nicht mit einem Pokal nach Hause fuhr, konnte sich wenigstens mit genügend Läckerli über Wasser halten. Wir freuen uns bereits auf die nächste Ausgabe.













