„Autsch, autsch, autsch!“ waren die Geräusche, die aus meinem Mund kamen, als ich am Sonntagabend vom Bahnhof nach Hause humpelte. Offen waren die Blasen an meinen Füssen und wund. Aber trotz der Schmerzen hatte ich ein breites Lächeln im Gesicht, als ich mich an das vergangene Wochenende erinnerte.
Tenero… Ich hatte schon viel von diesem Ort gehört, und nun war es endlich an der Zeit, ihn zu besuchen. Ich hatte nicht erwartet, dass das Gelände so gross sein würde, dass ich es für ein Sportdorf halten könnte. Nicht, dass wir nur zehn Minuten zu Fuss von unseren Zelten zur Mensa und weitere zehn Minuten zum Schwimmbad brauchen würden. Oder dass wir von der jugendlichen Zukunft des Schweizer Leistungssports umgeben sein würden, die dort trainiert. Auch nicht, dass wir uns in den kurzen Momenten der Erholung zwischen den Trainingseinheiten friedlich an den Strand des Lago Maggiore legen könnten. Und schon gar nicht, dass es so extrem sein würde, wie es war.

