Als Delikatesse gejagt, vom Aussterben bedroht – doch nun bewegt sich endlich etwas im globalen Meeresschutz: An der internationalen Artenschutzkonferenz in Usbekistan haben 158 Staaten beschlossen, den Handel mit zahlreichen Hai- und Rochenarten stark einzuschraenken oder komplett zu verbieten. Ein wichtiger Erfolg für den Schutz unserer Meere und ihrer faszinierenden Bewohner.
Haie und Rochen sind seit Jahren dramatisch bedroht.
Mehr als ein Drittel der über 1250 bekannten Arten stehen gemäss naturschutzrelevanten Schätzungen kurz vor dem Verschwinden. Gründe dafuer gibt es viele: die Jagd nach begehrten Haifischflossen für Suppen, der Fang für medizinisch genutztes Oel oder die Zerstörung ihrer Lebensräume.
Doch nun setzt die Artenschutzkonferenz in Usbekistan ein klares Zeichen: Für 74 Arten wurden neue, strengere Handelsregeln verabschiedet – teils sogar vollständige Verbote. Damit erhalten diese Tiere endlich eine reale Chance, ihre Populationen zu stabilisieren und zu überleben.
Warum ist das so wichtig?
Haie spielen eine zentrale Rolle in marinen Ökosystemen. Als Spitzenjäger halten sie das Gleichgewicht unter den Fischpopulationen aufrecht. Verschwinden sie, geraten Korallenriffe und ganze Nahrungsketten aus dem Lot – mit fatalen Folgen für die Meere und ihren Artenreichtum.
Der Beschluss wurde gemeinsam mit internationalen Umweltorganisationen erarbeitet – ein Beweis, dass Engagement und Zusammenarbeit Wirkung zeigen.
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Mehr Hintergründe zur Konferenz, zum Schutz bedrohten Meereslebens und zum globalen Kampf gegen den Handel mit Haifischflossen findet ihr im umfassenden Beitrag von SRF:
SRF News: „Mehr Schutz für Haie: Jetzt haben sie eine Chance, zu überleben“
Quelle: SRF (News International)

