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Krebspest in Aargauer Bach – Neue Sperren sollen einheimische Krebse retten
Krebspest in Aargauer Bach – Neue Sperren sollen einheimische Krebse retten

Krebspest in Aargauer Bach
– Neue Sperren sollen einheimische Krebse retten

28.07.2025 Vordemwald Aargau

Die Krebspest, eine hochinfektiöse Pilzerkrankung, bedroht derzeit die einheimischen Flusskrebse im Bach Pfaffnern, der durch die Kantone Luzern und Aargau fliesst. Seit März 2024 gilt bereits ein Sperrgebiet bei Vordemwald AG. Dennoch hat sich die Krankheit weiter flussaufwärts ausgebreitet.

Die Krankheit verläuft bei einheimischen Krebsarten tödlich: Infizierte Tiere verlieren Gliedmassen, verenden rasch und verbreiten dabei Sporen im Wasser.

Um das gesunde Restvorkommen zu retten, hat der Kanton Aargau zusätzliche Wanderbarrieren installiert, die verhindern sollen, dass sich die Tiere weiter ausbreiten – sowohl im Wasser als auch über Land.

Das Betreten betroffener Bäche ist verboten 
– auch für Hunde. Angelmaterial muss desinfiziert werden.

Zwar überwand die Krebspest bereits erste Sperren, doch die Behörden hoffen nun auf eine wirksamere Eindämmung durch die neuen Massnahmen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Schutz funktioniert.

Eingeschleppte Krebspest

Die Krebspest wurde bereits im 19. Jahrhundert durch importierte amerikanische Krebse in Europa eingeschleppt. Als invasive Art verbreiten sich diese Tiere auch in der Schweiz. Sie sind quasi immun gegen die Krankheit, wogegen die geschützten einheimischen Tiere sehr anfällig sind.

Vor allem der Signalkrebs gefährdet die einheimischen Arten. Er ist zum einen resistent gegenüber der Krebspest und verbreitet diese. Zum anderen sind diese Tiere aggressiver und deutlich grösser als einheimische und verdrängen diese. Er gilt als invasive Art.

Flusskrebs – Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus) Eingeschleppte Krebspest

Mehr Infos und Bilder zur Situation in der Pfaffnern findest du hier im Beitrag des SRF:

Zum SRF-Bericht

Erfahre mehr

Nachweis und weitere infos über die Krebspest in der Schweiz des Bundesamts für Umwelt BAFU.
 

Zum BAFU

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