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Der Schutz der Meere im Rampenlicht
Der Schutz der Meere im Rampenlicht

Der Schutz der Meere im Rampenlicht:
ocean tribute Award 2026 ruft zur Teilnahme auf

09.01.2026 Messe Düsseldorf, Messegelände

Der Schutz der Meere ist längst kein Randthema mehr – er betrifft uns alle, ganz besonders aber Taucherinnen und Taucher. Wer sich regelmässig unter Wasser bewegt, erlebt die Schönheit mariner Lebensräume ebenso wie ihre zunehmende Verletzlichkeit. Genau hier setzt der ocean tribute Award an, der seit 2017 von der Deutsche Meeresstiftung und der boot Düsseldorf vergeben wird.

Ziel des Awards ist es, Menschen und Projekte sichtbar zu machen, die sich mit aussergewöhnlichem Engagement für den Meeresschutz einsetzen. „Mit dem ocean tribute wollen wir zeigen, was möglich – und vor allem nötig – ist“, bringt boot-Direktor Petros Michelidakis die Motivation auf den Punkt.

Boot25 ota Meeresschutz im Rampenlicht: ocean tribute Award 2026 ruft zur Teilnahme auf

Public Voting gestartet

Für die Ausgabe 2026 hat eine internationale Jury aus zahlreichen Einreichungen fünf Finalprojekte ausgewählt. Nun ist die Öffentlichkeit gefragt: Im Rahmen des Public Votings können Interessierte ihr Lieblingsprojekt unterstützen und damit aktiv zum Meeresschutz beitragen.

Das Gewinnerprojekt wird am 20. Januar 2026 im Rathaus der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Der Award ist mit 20’000 Euro dotiert.

Die fünf nominierten Projekte

Marinecultures.org (Schweiz / Sansibar)

Das Schweizer Projekt marinecultures.org zeigt eindrücklich, wie Meeresschutz, Wissenschaft und soziale Verantwortung zusammenwirken können. Seit 2008 betreibt die Organisation Korallenfarmen in Sansibar und Tansania, pflanzt jährlich tausende Korallen aus und entwickelt innovative Methoden wie die sexuelle Vermehrung von Korallen (Larval Propagation). Ergänzt wird dies durch nachhaltige Schwammzucht, die Meerwasser filtert und Frauenkooperativen ein gesichertes Einkommen ermöglicht – ein Ansatz, der auch für Taucher besonders greifbar ist.

Iberian Orca Guardians (Spanien)

Mit der Kampagne Save the Iberian Orca engagieren sich die Iberian Orca Guardians für eine der seltensten Orca-Populationen Europas. Nur noch rund 35 Tiere leben in den Gewässern der Strasse von Gibraltar. Aufklärung, Patrouillen, nicht-invasive Forschung und die Zusammenarbeit mit der Segler-Community stehen im Zentrum. Getragen wird das Projekt unter anderem von prominenten Unterstützern wie Sarah Connor.

One Ocean Planet Foundation (Spanien)

Bildung steht im Mittelpunkt der One Ocean Planet Foundation. Mit globalen Programmen wie The Power is in Us werden Kinder, Jugendliche und Studierende befähigt, aktiv Teil der Lösung zu werden. Schulprojekte, universitäre Challenges und Jugendbewegungen zeigen auf, dass der Schutz der Ozeane langfristig nur über Wissen und Verantwortung gelingt.

Sailing Insieme / F2 Eco (Österreich)

Mit F2 Eco ist auch eine technologische Innovation nominiert. Die umweltfreundliche Antifouling-Beschichtung kommt ohne Biozide, PFAS oder andere Schadstoffe aus und reduziert so den Eintrag von Giften und Mikroplastik in Meere und Binnengewässer – ein Thema, das auch für Schweizer Seen zunehmend relevant ist.

Turtle Foundation (Kap Verde)

Die Turtle Foundation schützt auf der Insel Boa Vista die vom Aussterben bedrohte Unechte Karettschildkröte. Neben dem Schutz der Niststrände stehen Umweltbildung, Strandreinigungen und soziale Projekte im Fokus. Besonders wirkungsvoll: Schwimmkurse für Kinder, die eine persönliche Beziehung zum Meer schaffen und langfristig Verantwortung fördern.

Warum das auch Taucherinnen und Taucher in der Schweiz betrifft

Tauchen schafft Nähe zur Unterwasserwelt – und damit Verantwortung. Viele der nominierten Projekte greifen Themen auf, die auch hierzulande relevant sind: Biodiversität, Verschmutzung, nachhaltige Nutzung und Bildung. Der ocean tribute Award zeigt, dass Meeresschutz nicht abstrakt ist, sondern durch konkrete Projekte und persönliches Engagement lebt.

Die boot Düsseldorf 2026 (17.–25. Januar) bietet mit ihrem starken Fokus auf Nachhaltigkeit und dem blue innovation dock eine ideale Plattform, um diese Themen weiterzutragen und den Dialog zwischen Sport, Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern.
 

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